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Karate

Traditionelles Karate-do, der ´Weg der leeren Hand´, ist eine bewährte Methode zur Schulung von Körper und Geist, Förderung der Gesundheit und Vitalität, Entwicklung der Persönlichkeit sowie der sozialen Kompetenz und nicht zuletzt des Selbstschutzes und der Selbstverteidigung.


      

Der Shotokan-Stil ist die am weitesten verbreitete Stilrichtung im Karate-do. Charakteristisch für diese Stilrichtung ist ein tiefer Stand, der dynamische und kraftvolle Bewegungen ermöglicht. Der tiefe Stand wird in erster Linie im Training der Grundschule Kihon und der Kata sowie in den Basisformen des Kumite (Kihon-Kumite) praktiziert. Hintergrund dessen ist, dass so die Muskulatur und die Bänder stets gedehnt werden, um im Kampf eine hohe Reichweite zu erzielen. Im Kumite-Shiai und im Jiyu-Kumite steht der Karateka locker und um einiges höher. Hauptmerkmal des Shotokan-Stils ist der Kampf in einer möglichst weiten Distanz zum Gegner , wobei auch im Shotokan die Rolle des Nahkampfes in keiner Weise vernachlässigt wird. Jede Shotokan-Technik kann entweder als eine Angriffstechnik oder als eine Verteidigungstechnik eingesetzt werden. Ein paar wenige Schlag-, Stoß- und Blocktechniken im Shotokan unterscheiden sich von denen anderer Stilrichtungen nur unwesentlich anhand der Ausholbewegungen in der Grundform der Ausführung, wobei die Trefferflächen dieselben sind. Die Fußtritte unterscheiden sich von denen anderer Stilrichtungen nicht, wobei im Shotokan häufiger Fußtritte zum Kopf ausgeführt werden.

Eine Kata im Karate ist wie in anderen japanischen Kampfsportarten auch eine Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen besteht, welche jedoch im Karate ausschließlich gegen imaginäre Gegner geführt werden. Die Anwendung einer Kata bezeichnet man im Karate als Bunkai. Der Ablauf der Kata ist dabei genau festgelegt, wurde aber bei manchen Katas im Lauf der Jahrzehnte leicht verändert. Die letzten größeren Veränderungen von Shotokan-Kata fanden im Deutschen Karateverband im Rahmen einer Vereinheitlichung zu Wettkampfzwecken im Jahr 2002 statt. Im traditionellen Karate waren Kata der zentrale Teil der Ausbildung. Nachdem eine Kata ausgiebig geübt worden war, wurden aus ihr Kampftechniken durch Bunkai abgeleitet. (Kihon wurde traditionell selten oder gar nicht geübt, und Karatewettkampf ist erst in der Neuzeit entstanden.) Die Bedeutung von Kata in dieser Form existiert in den meisten Karate-Dojo in Europa allerdings nicht mehr. In einigen traditionellen Stilen, z.B. im Matsubayashi-Ryu, sind Kata aber immer noch der wichtigste Teil des Trainings. Im Karate heißen die H-förmigen oder sternförmigen Grundlinien, auf denen Kata gelaufen bzw. Techniken ausgeführt werden, Embusen. Jede Kata im Karate vermittelt einen spezifischen, charakteristischen Kampfstil.

Im Shotokan werden folgende Kata trainiert:

Taikyoku shodanBassai daiGankaku
Heian shodanBassai shoNijushiho
Heian nidanEmpiChinte
Heian sandanJionSochin
Heian yondanHangetsuWankan
Heian godanKanku shoMeikyo
Tekki shodanKanku daiGojushiho dai
Tekki nidanJitteGojushiho sho
Tekki sandanJi'inUnsu



Geschichte des Shotokan

Der Begründer des Shotokan-Stils war Gichin Funakoshi, er war ein Einwohner Okinawas. Der nach Japan ging um dort das Karate-do zu unterrichten.ursprünglich stammt das japanische Karate von der Insel Okinawa, wo sich die Kampfkunst von chinesischen Soldaten ( Kempo) und die Kampfkunst der Einheimischen zu einer neuen Kampfart, genannt Okinawa-te, weiterentwickelte. während der politischen Änderung in Okinawa wurden sämtliche Waffen verboten und Okinawa-te erlebte seine Blütezeit. Zu dieser Zeit wurde auch aus Alltagswerkzeug Waffen Dreschwerkzeug der Bauern wurde zum Beispiel zu Nunchakus. Gichin Funakoshi überarbeitete die Technik des okinawa-te. Unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten, und arbeitete ein Konzept aus, welches es ermöglichte gefahrlos Wettkämpfe abzuhalten. In etwa zu diesem Zeitraum sprach man zum ersten mal von Kara-te, wen es auch zu diesem Zeitpunkt eine andere Bedeutung hat. Damals hatte es die Bedeutung von „China-Hände“ und wurde auch anders geschrieben. Dann wurde der Begriff abgeändert in „Leere Hände“ (immer noch gleich ausgesprochen).
Was mehrere Gründe hatte:
Durch die Änderung der Technik betrachtete man es nicht mehr als chinesische Kampfkunst. Durch den begriff „leer“ wollte man zu verstehen geben, dass man unbewaffnet ist. Einfluss des Zen-buddhismus: Der Karateschüler soll sein inneres leer machen und von elbstsucht und Boshaftigkeit um sich ganz auf Karate zu konzentrieren. Deshalb ist auch von „Karate-do“ die rede: Der Weg (do) des Karatekas zu sich selbst durch Kara-te! Da in Japan auch mehrere Karate-Richtungen aufkamen, nannte Gichin Funakoshi seinen Stil nach dem Gebäude, in dem er unterrichtete: SHOTOKAN .


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